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20251028-WALM#7-Entwicklertools-DE.mp4
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Hallo, in diesem WAGO-Tutorial zeigen wir, die verschiedenen Diagnosemöglichkeiten der Entwicklertools im WAGO Load Management. Wie auch in den bisherigen Tutorials zum WAGO Load Management, arbeiten wir auch hier wieder mit einem CC100 auf dem das WAGO Load Management installiert und lizensiert ist und einem PFC 200, auf dem eine Lade Park Simulation als CODESYS 3.5 Visualisierung läuft. Im Menü Konfiguration öffnen wir die Entwicklertools und sehen als erstes eine Auflistung der Hardware-Eingänge. Legen wir 24V z.B. an die ersten beiden Digitaleingänge des CC100 wechseln auch hier die Werte von 0 auf 1. Wir können auch weitere Variablen anlegen, einen Wert vorgeben, um diesen an einer anderer Stelle zu verwenden oder mithilfe von Formeln eigene Laderegeln definieren, was wir in einem weitern Tutorial zum WAGO Load Management zeigen. Im Menü Gerätetests gibt es die Möglichkeit die Verbindung zu den angeschlossenen Geräten zu testen. Neben den Gerätetests speziell für TESLA TWCs und Zähler, gibt es auch den allgemeinen Modbus Test, mit dem wir z.B. die Verbindung zum Netzanschlusszähler überprüfen können. Wir starten mit der Kommunikationsart und wählen die hier verwendete Modbus Kommunikation Modbus TCP aus. Dann geben wir die IP-Adresse des Zählers an und den Port. Jetzt müssen wir das Register z.B. der Phase L1 finden. Dies ist im Handbuch des Zählers angegeben, was wir hier eintragen. Der Datentyp ist ein Real Wert also ein Float. Wenn wir den Lesevorgang mit dem Button starten, wird uns auch der Wert -18,8 Amper angezeigt. Damit lässt sich also, unabhängig vom Gerätetyp und Hersteller überprüfen, ob eine Modbus- Verbindung zum Gerät aktiv ist und welche Werte übertragen werden. Im Menü Logs können wir verschiedenen Zustände und Statusänderungen loggen und anzeigen, aber auch über diesen Button hier oben als Logdatei herunterladen. Diese kann für weiter Analysen, z.B. im WAGO Support Center hilfreich sein. Um ein bestimmtes Ereignis zu loggen, kann man hier zunächst den Log Speicher leeren und man startet mit einer leeren Seite. Mit automatisch aktualisieren, wird die angezeigte Seite im Browser automatisch alle paar Sekunden aktualisiert. Aber auch wenn dies nicht aktiv ist, läuft der Logger ganz normal im Hintergrund und man kann dann die Werte über das Aktualisierungszeichen abrufen. Es wird unter anderem ein Block mit Modbus Daten angezeigt. Da wir die Modbus Verbindung bereits geprüft haben, wollen wir in unserem Fall nur die Modbus Fehlermeldungen angezeigt bekommen. Dafür aktivieren wir zunächst die Detailansicht aller Einstellungen und ganz unten erscheinen die erweiterten Konfigurationsmöglichkeiten. Der Modbus Log steht auf „Information“. Man spricht in diesem Zusammenhang von verschiedenen Log-Leveln. Je höher das Log-Level, umso mehr Daten werden erfasst. Für den Modbus Log gibt es die drei Log-Level. Das Niedrigste ist Fehler, dann werden nur Fehler erfasst, bei Warnungen, werden zusätzlich Warnungen erfasst und mit dem höchsten Level Information, werden alle Ereignisse der Modbus Kommunikation aufgenommen. Um für unseren Fall hier die Daten zu reduzieren, setzten wir das Log-Level auf Fehler. Somit könnten wir auch die Daten einer MQTT-Verbindung erfassen oder einer OCPP-Verbindung. Bei OCPP muss allerdings bedacht werden, dass es eine Websocket Verbindung ist, wodurch in den allermeisten Fällen, auch die Erfassung dieser Daten sinnvoll ist. Für Fälle, in denen man das Lade- bzw. Regelverhalten des Load Managements überprüfen muss, empfiehlt sich z.B. Systeminformationen, Backend Informationen und die Informationen des Lastmanagements zu erfassen. Immer wenn es um das Thema Logging geht, ist Speicherplatz und Größe der Logg Datei ein Thema. In dem Feld hier unten kann daher die Aufzeichnungsdauer ausgewählt werden. Ist die eingestellte Zeit abgelaufen werden die jeweils ältesten Werte überschrieben, so das man dadurch den Speicherbedarf begrenzen kann. Für unseren CC100 ist ein guter Richtwert, eine Aufzeichnung Dauer von nicht länger als 1Tag, da es sonst durch die Speichermenge zum Absturz des Controllers kommen kann. Aber die Datenmenge ist natürlich stark System abhängig und welche Einstellungen hier oben vorgenommen wurden. Unbegrenzt sollte man gar nicht verwenden, bzw. nur sehr bewusst, da dann das WAGO Load Management, immer weiter Daten speichert bis der Controllerspeicher vollständig mit Logdaten vollgeschrieben ist und es zwangsläufig irgendwann zum Absturz des Controllers kommt. Für den laufenden Betrieb empfehlen wir alle Log-Level auf das niedrigste Niveau zu setzten, bei einer Aufzeichnungsdauer von einem Tag. Dann werden evtl. Fehlermeldungen erfasst und können ausgewertet werden. Liegt ein ungewolltes Verhalten vor kann dann speziellen in dem betroffenen Bereich nach den Ursachen gesucht werden. Hier oben befindet sich noch der Button Diagnose Logging aktivieren 5Min. Damit werden für 5min. alle Diagnosekategorien auf das höchste Log-Level gesetzt, um einen vollständigen Log-Datensatz zu bekommen. Dann ist die Datenmenge natürlich extrem hoch, daher ist diese Funktion auf 5min begrenzt. Aber wenn man ein ungewolltes Verhalten z.B. beim Anschluss eines Fahrzeugs hat, kann man den Butten aktivieren, das Fahrzeug an die Ladesäule anschließen und man bekommt für die Analyse des Verhaltens einen vollständigen Datensatz. Das letzte Tool im Menü Entwicklertools ist die Zykluszeit, also die Zeit, die der Controller für einen Rechenzyklus benötigt. Hier kann man schnell überprüfen, wie die Auslastung des Controllers ist. Der hier angezeigte Wert um die 3000ms ist ein guter Wert und das WAGO Load Management läuft schnell und zuverlässig. Würden hier 30.000ms angezeigt, würde man Performanceprobleme am WAGO Load Management feststellen. In solch einem Fall lohnt es sich noch mal genauer das eingestellte oder programmierte Regelverhalten zu analysieren, um unnötige Rechenoperationen zu vermeiden oder die Verwendung eines Controllers mit höherer Rechenkapazität in Betracht zu ziehen. Mit den drei Tools Gerätetest, Logs und Zykluszeit hat man recht mächtige Werkzeuge, um ungeplantes Verhalte schnell zu analysieren und die Ursachen zu finden. Damit sind wir am Ende vom Tutorial, wie man die verschiedenen Diagnosemöglichkeiten der Entwicklertools im WAGO Load Management verwendet. Hinterlasst uns gerne einen Daumen hoch, wenn euch das Video geholfen hat, abonniert den Kanal und meldet euch im WAGO Support Center wenn ihr noch Fragen habt.