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2026_BACnet - introduction_DE_16-9_WEB.mp4
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Ein Programm für ein komplexes Gebäude zu erstellen, ist eine echte Herausforderung. Der Integrator muss Sicherheit, Alarme und menschliche Fehler berücksichtigen und vor allem Geräte unterschiedlicher Hersteller miteinander verbinden. Genau hier setzt BACnet an. Mit BACnet arbeiten wir nicht mehr mit einfachen Variablen. Wir arbeiten mit standardisierten Objekten und das verändert alles. Wenn ein BACnet-Gerät hinzugefügt wird, wird zunächst ein Objekttyp definiert, zum Beispiel ein analoger Eingang oder ein analoger Ausgang. BACnet schreibt dafür eine fest definierte Liste von Eigenschaften vor. Alle analogen Ausgänge besitzen die gleichen Eigenschaften, unabhängig vom Hersteller. Das bedeutet, wenn ein Gerät Informationen von einem analogen Ausgang abfragt, weiß es genau, welche Daten verfügbar sind und wie diese gelesen oder geschrieben werden können. Die Objekttypen in BACnet sind nicht frei definierbar. Sie sind durch den STANDARD vorgegeben. Diese Standardisierung erleichtert die Zusammenarbeit mehrerer Integratoren an großen und komplexen Gebäude Projekten. Schauen wir uns nun ein konkretes Beispiel an. Hier sehen wir eine einfache Heizungsregelung mit einer Hysterese von zwei Grad. Die Temperatur wird von einem Sensor erfasst. In BACnet wird dieser Sensor als Objekt vom Typ analoger Eingang dargestellt. Jedes Objekt besitzt eine eindeutige Kennung. Sie besteht aus dem Objekttyp und einer Instanz Nummer. Zusätzlich kann dem Objekt ein Name zugewiesen werden, entsprechend der Gebäude Nomenklatur. Das Objekt enthält einen Messwert und eine Einheit, zum Beispiel Grad Celsius. Das erleichtert die Anzeige und die Interpretation der Daten erheblich. Die Heizungssteuerung selbst ist ein binärer oder analoger Ausgang. Auch dieser besitzt objektspezifische Properties, die durch BACnet standardisiert sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist: auch die Controller selbst sind in BACnet als Objekte definiert. Jeder Controller ist ein sogenanntes Device Object. Es besitzt eine eindeutige ID, einen Namen, einen Betriebsstatus, Angaben zum Hersteller, eine Modellnummer und eine Firmwareversion. Jeder Hersteller verfügt über eine eigene BACnet-Hersteller-ID. Damit lassen sich die unterstützten Funktionen eines Geräts über die PICS eindeutig identifizieren. Eines der stärksten Konzepte von BACnet ist die Prioritätstabelle. Bestimmte Objekte verfügen über eine Tabelle mit 16 Prioritätsstufen. Dabei gilt immer Die höchste Priorität setzt sich durch. Nehmen wir das Beispiel eines Aufzugs. Eine Person ruft den Aufzug in den zweiten Stock. Diese Anforderung wird mit einer bestimmten Priorität gespeichert. Kommt es jedoch zu einem Brand im Aufzugsschacht, sendet das Sicherheitssystem einen Befehl mit einer höheren Priorität. Der Aufzug wird sofort blockiert. Selbst wenn jemand einen Knopf betätigt, wird diese manuelle Anforderung ignoriert. Der Schutz von Menschenleben hat immer oberste Priorität. Dieses Prinzip ist in BACnet standardisiert und bei allen kompatiblen Objekt gleich umgesetzt. BACnet sorgt für klare Strukturen, zuverlässige Kommunikation zwischen Herstellern und eine einheitliche Prioritätslogik. Es ist die Grundlage für nachhaltige, interoperable und zukunftssichere Gebäudeautomation. Also sind Sie bereit, den nächsten Schritt zur intelligenten Gebäudeautomation mit BACnet zu gehen?