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Herzlich Willkommen zum Kurztutorial, wie erstelle ich ein 3D-Modell für meine Zubehöridee. In diesem Video zeigen wir euch, wie ihr ein 3D-Modell mit Hilfe der freien Software FreeCard erstellen könnt. Zu Beginn schauen wir uns an, wie ihr die 3D-Modelle von Vago-Produkten finden könnt. Diese bieten nämlich einen guten Einstieg für die Entwicklung eines Zubehörteils. Am besten steigt ihr über die offizielle Vago -Website ein und sucht nach dem passenden Produkt, für das ihr ein Zubehörteil entwickeln wollt. Wir gehen in unserem Fall jetzt einfach über die Suche, da wir die Artikelnummer bereits kennen. Wir möchten ein Zubehörteil für die Verbindungsklemme der Serie 221 mit Hebel entwickeln. Auf der Produktseite findet ihr in den Downloads einen Link zu den CAD-Daten des Produkts im Vago-Datenportal PartCommunity. Im CAD-Datenportal wählen wir bei den Formaten das für fast alle CAD-Programm passende Step-Format aus, das wir später in FreeCard importieren werden. Über die Suche kann dies einfach gefunden und ausgewählt werden. Nachdem wir das CAD-Modell generiert haben, können wir den Download starten. Die Step-Datei wird in einer ZIP bereitgestellt. Nachdem wir die ZIP entpackt haben, können wir das Modell der 221-Klemme in FreeCard importieren. In FreeCard angekommen, sehen wir jetzt das importierte 3D-Modell der Verbindungsklemme. Um den Blickwinkel auf das Modell zu ändern, hält man die mittlere Maustaste gedrückt, nimmt die rechte Maustaste hinzu und bewegt die Maus in die entsprechende Richtung. An dieser Stelle speichern wir die Datei schon einmal sicherheitshalber ab. Dafür wählen wir einen passenden Namen und klicken auf Speichern. Das Modell wurde erfolgreich gespeichert und kann nun in den nächsten Schritten weiter bearbeitet werden. In der Workbench-Auswahl wechseln wir in den Bereich Part-Design, in dem wir das Designen starten. Dazu legen wir zu Beginn einen Körper an und wählen Skizze erstellen. Für die Skizze wählen wir eine der drei zur Auswahl stehenden Standardebenen, in unserem Fall die XY-Ebene, aus. Dadurch wechseln wir automatisch in den Sketcher. Hier können wir mit unterschiedlichen Elementen unsere 2D-Skizze erstellen. Mit dem Linienzugbefehl können wir Linien in die Skizze hinzufügen, die automatisch miteinander verbunden werden. Mit einem einfachen Klick wird der Anfangs- bzw. Endpunkt einer Linie definiert und in die Skizze eingefügt. Wir verbinden schließlich auch die letzte Linie mit unserem Startpunkt, wodurch eine geschlossene Fläche entsteht. Sketcher unterstützt uns, indem er automatisch erkennt, wenn wir eine Linie waagerecht bzw. senkrecht positionieren wollen. Dafür müssen die Linien möglichst gerade gezogen werden. Wenn die Linie, wie in unserem Fall, aus Versehen schräg eingezeichnet wurde, lässt sich dies mit einem Klick auf das Waagerecht bzw. senkrecht Symbol einfach korrigieren. Die Skizze hat, wie man sieht, noch sehr viele Freiheitsgrade. Daher steigen wir im nächsten Schritt in die Bemaßung ein. Ziel ist es, die Skizze durch die Bemaßung vollständig zu bestimmen. Zur Bemaßung wählt man jeweils den passenden Längenbefehl aus. Wenn ihr euch intensiver mit den Sketcher-Funktionen beschäftigen wollt, schaut doch mal im Wiki zu FreeCut vorbei. Wenn keine Freiheitsgrade mehr vorhanden sind, werden in unserem Fall alle Linien grün dargestellt und wir sehen die Meldung, dass die Skizze vollständig bestimmt ist. Damit können wir den Sketcher wieder schließen. Im nächsten Schritt wechseln wir in der Kombo-Ansicht wieder auf den Modellreiter, wählen den erstellten Sketch aus und wählen den Aufpolsterbefehl, um aus der 2D-Skizze einen 3D-Körper zu formen. In den Extrusionsparametern können wir die Länge anpassen, sodass wir in unserem Beispiel mehrere Klemmen in den entwickelten Adapter passen. Um aus dem Modell das gängige 3D-Format STL zu generieren, wechseln wir in den Bereich Mesh Design. Hier können wir das für die STL-Datei benötigte 3D-Netz erstellen. Dafür wählen wir das letzte 3D-Element des Körpers aus, hier das Pad, und wählen in der Registerkarte Netze, Netz aus Form erstellen. Die Genauigkeit des Netzes wird mit den Parametern Flächenabweichung und Winkelabweichung bestimmen. Erfahrungsgemäß ist eine Abweichung von 1 Grad im Fall zielführend. Mit einem Klick auf OK wird das Netz erstellt. Über die Leertaste lassen sich die einzelnen Elemente im Modellbaum ein- und ausblenden. Durch Rechtsklick auf die Mesh bzw. das Netz lässt sich die STL-Datei exportieren. Wir speichern die Datei unter einem aussaherkräftigen Namen ab. Wenn wir das Modell im Nachgang noch einmal anpassen wollen, weil wir zum Beispiel Toleranzen ändern möchten, da diese zu groß gewählt waren, können wir dies natürlich tun. Vorweg hierzu noch ein Tipp. In den Einstellungen im Bereich Part Design sollten alle Checkboxen gesetzt werden, um möglichst effizient Anpassungen vornehmen zu können. Rechtsklick Skizze bearbeiten führt uns wieder direkt zu unserer Skizze. Hier können wir die erstellten Maße im Nachgang noch einmal anpassen, um unser Modell zu optimieren. Über den Bereich Mesh Design können wir, wie schon gezeigt, ein neues Netz erstellen und wie gewohnt exportieren. Hierzu klicken wir wieder auf Netz aus Form erstellen und speichern die STL-Datei unter einem passenden Namen ab. Diese STL-Datei könnt ihr nun in der Creators Community teilen. Viel Spaß beim Design eures Zubehörteils. Vielen Dank.