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MM-304497 KÜS_DE_V1.mp4
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Unsere Stromnetze werden immer stärker belastet und das in einer Energiekrise historischen Ausmaßes. Erneuerbare Energien müssen in Rekordzeit integriert werden und genauso auch die Ladeinfrastruktur für Millionen von Fahrzeugen ausgebaut werden. Die Energiewende findet im Verteilnetz statt. Ein bisher eher unscheinbares Element, die sogenannte Kundenübergabestationen, wird dabei immer stärker in den Fokus gerückt. Neben mir steht unser Experte, der Steffen Krumbholz, genau für dieses Thema. Steffen, was genau ist denn jetzt eigentlich eine Kundenübergabestation? So eine Kundenübergabestation ist gar nichts Kompliziertes. Viele kennen ja die Ortsnetzstation, die Trafostationen, die so an den Ortseingängen stehen und letztendlich aus der Mittelspannung den einzelnen Häuslestrom machen. Und eine Kundenstation macht das Gleiche. Ja, da hat ein größerer Stromkunde den Bedarf, der über diesen kleinen Häusleanschluss hinausgeht und der sagt, ich brauche einen größeren Anschluss, dann ist das der Anschluss an die Mittelspannung Und dann muss natürlich so eine Mittelspannungsstation letztendlich gebaut werden und da findet dann die Übergabe an den Kunden direkt in der Station statt und daher kommt der Name Kundenübergabestation, so haben die Netzbetreiber das Ding getauft. In der Branche sagt man einfach nur KÜS oder im englischen Customer Substation, was dann auch der Name unseres Produktes ist. Hört sich ein wenig komplex an, wer hat sich denn so was ausgedacht? Ja, es gibt es schon relativ lange. Immer wenn ein größerer Bedarf da ist für eine Fabrikanlage oder ein Lagerhaus oder so, dann hat man schon immer solche Stationen gebaut. Es wird jetzt nur spannender, auch gerade für WAGO, weil diese jetzt digitalisiert werden, smarter werden. Man will viel mehr Messwerte aus dem Netz aufnehmen, man muss mit der Leittechnik des Netzbetreibers kommunizieren und deswegen sind wir jetzt mit im Spiel. Okay, du hast WAGO genannt, welche Lösung bietet WAGO denn hier jetzt ganz konkret an? Wir haben da drei große Bausteine. Der eine Baustein ist die Hardware. Wir liefern einen Fernwirkschrank, also ein Schaltschrank letztendlich den der Stationsbauer in diese Kundenübergabestation integriert. Wir liefern Software, die dort ausgeführt wird, die letztendlich die Kommunikation mit dem Netzbetreiber macht. Und der dritte Baustein ist Support und Service, wo wir dem Kunden im Vorfeld, bei der Planung oder bei der Inbetriebnahme oder im Nachgang natürlich bei Problemen versuchen bestmöglich zu unterstützen. Okay, Inbetriebnahme ist sicherlich auch ein sehr wichtiger Punkt, aber kommen wir mal auf die Hardware zurück, die du erwähnt hast. Wie sieht die genau aus? Ja, da gucken wir vielleicht mal in so eine Station rein. Da sieht man, also den den Trafo, den sieht man nicht, das ist auf der Rückseite, aber man sieht da verschiedene Schalteinheiten und Zähler, da sieht man die Niederspannungsabgänge, rechts oben ist der Fernwirk-Gateway des Netzbetreibers. Der ist auch immer da, sozusagen die Schnittstelle zum Netzbetreiber selbst. Und da drunter ist der WAGO Fernwirkschrank für die Kundenübergabestation. Ja, schauen wir uns den Schrank mal genauer an, was ist da noch alles drin? Ja, da ist die SPS drin, ein Fernwirk- Controller von WAGO und auch eine größere USV. Die mit einem entsprechenden Batteriespeicher dafür sorgt, dass wir eine acht Stunden Überbrückungszeit sicherstellen können. Da sind auch Schalthandlungen mit eingeschlossen, die ja von den Normen vorgegeben werden. Ja, unten links sehe ich noch die praktischen Hebelklemmen mit Hebel, wie gesagt, falls dann auch mal das Werkzeug fehlt. Genau. Kommen wir mal zu dem Thema Software. Wie sieht die Software genau aus? Kannst du uns da mal Einblicke geben? Ja, kann ich sehr gerne zeigen. Wenn der Kunde letztendlich auf der Baustelle steht und die Station einrichtet, braucht er am Ende nur einen ganz normalen Webbrowser. Wir haben eine Webvisualisierung, mit der man sich dann verbinden kann und dann kriegt man so ein vorbereitetes Bild, das ist alles ab Werk schon vorinstalliert und man muss nicht programmieren, sondern nur noch parametrieren. Der Kunde würde dann letztendlich den Netzbetreiber auswählen, in dessen Netzgebiet die Station steht. Ach guck mal, ich sehe auch schon hier die bekannten Bayernwerk, E.ON, EWE, Netze BW, die TEN ist mit dabei, Westnetz, WEMAG usw. Da sind schon die namhaften mit gelistet an der Stelle. Wir haben schon einen guten Start, würde ich sagen. Für die Demonstration würde ich mal die E.ON wählen. Die hat auch mit dieser NT 10-24, die extra drin steht, die hat auch eine sehr große Verbreitung erreicht, wie die ganzen Netztöchter der E.ON nutzen die natürlich auch usw. Und wenn man dann bei der Parametrierung die Netzbetreiber auswählt, wird sofort von der Software eine Standardkonfiguration geladen. Das ist in dem Fall die aus zwei Eingangsfeldern, mit der man ja auch technisch die sozusagen die Mittelspannung in den Mittelspannungsring einschleift. Und dann gibt es ja auch das Übergabefeld, wo letztendlich die rechtliche vertragliche Übergabe des Stroms an den Kunden stattfindet. Also wenn ich mir das so anschaue, sieht das wirklich toll aus. Man sieht hier diese Stromlaufpläne so wie in den technischen Anschlussbedingungen, also wirklich sehr schön gelungen. Wie ist das, wenn ich jetzt noch eine Erzeugungsanlage habe? Eine PV-Anlage zum Beispiel kann ich die hier auch mit reinbringen in diese Konfiguration. Im einfachsten Fall kommt die ja dazu. Also wenn die Fabrikhalle mit einer PV-Anlage erweitert wird, das ist so ein Klassiker, dann würde man einfach ein weiteres Feld hier hinzu parametrieren und sagen Ja, es gibt eine Erzeugungsanlage. Die Netzbetreiber haben entsprechende Datenpunkte in ihren technischen Anschlussbedingungen definiert, auf denen das ganze System letztendlich basiert. Und was ich jetzt hier nicht gemacht habe, sind noch die Messgeräte auswählen. Oh ja, das sind auch ganz viele Bekannte, Da kann man auch die Liste haben. Genau. Und bei der Erzeugungsanlage, da würde ich jetzt hier im vierten Schritt dazukommen, Da wählt man dann natürlich dann einen EZA-Regler aus und da bieten wir neben anderen auch unseren eigenen an, der als zertifizierter EZA-Regler ja da auch infrage kommt. Das hört sich interessant an und wenn ich sehe wie schnell das geht du klickst ja einfach die Dinge zusammen, die Geräte und dann sind die quasi schon mit verbunden und das läuft das Ganze. Das ist wirklich klasse. Wie ist es mit Mischanlagen? Wenn ich jetzt vielleicht doch noch mal die PV-Anlage und eine Biogasanlage dabei habe oder einen Speicher, wie mache ich das da jetzt hier? Du ahnst es sicher. Ich würde einfach ein weiteres Feld hinzufügen. So kann man halt heterogene Erzeugungsanlagen parametrieren. Der Netzbetreiber hat in dem Fall auch die Möglichkeit oder die vereinbarte Notwendigkeit, die Abregelung spezifisch nach Energieart vorzunehmen. Und letztendlich würde dann auch eine Speicheranlage oder noch ein Bezugsteil oder so als weiterer Abgang hinzu parametriert werden. Okay, jetzt haben wir ja in Deutschland round about 800 Netzbetreiber, vielleicht sogar noch ein paar mehr. Jetzt in deiner Liste waren vielleicht jetzt so 10 bis 15. Was ist denn, wenn ich jetzt einen Netzbetreiber habe, der da nicht gelistet ist? Oder ein Netzbetreiber, der in der Liste aufgeführt ist, jetzt auf einmal noch andere Datenpunkte haben möchte? Wie kann ich das jetzt hier realisieren? Die Frage haben wir tatsächlich oft, weil es auch natürlich passiert das ja, dass der Kunde in einem Netzgebiet unterwegs ist, wo wir noch keine Bausteine mitliefern oder die Netzbetreiber ihre Daten anpassen. Dann muss er natürlich mit uns sprechen, weil wir haben die Software auf Bibliotheken aufgesetzt und wir würden dann einfach die Netzbetreiberbibliothek, die da drunter liegt, um diesen Netzbetreiber erweitern. Ich nehme mal an, dasselbe gilt auch für weitere Messgeräte, wenn sie noch nicht in dieser Liste sind oder auch Datenlogger, die zu implementieren sind und wahrscheinlich auch Direktvermarkter, die auch mit angebunden werden können. Genau das gleiche Konzept. Auch hier haben wir Bibliotheken gewählt, die der Software zugrunde liegen, wo wir dann einfach nur die Bibliothek erweitern müssen und die Auswahlmöglichkeiten natürlich in der Software dann zur Verfügung stellen müssen. Aber so haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Wir können Bibliotheken erweitern und anbieten, natürlich und die Applikation hat einen soliden Unterbau. Also mich begeistert diese Einfachheit und wie schnell das geht. Ich sage mal, das waren vielleicht jetzt 2,3,4 Minuten und damit habe ich meine Kundenübergabestationen quasi schon fertig programmiert, wenn man so möchte. Ja, Steffen, was hast du dir denn sonst noch so für die Zukunft ausgedacht? Gibt es da noch Ideen und Ansätze? Was kommt noch auf uns zu? Es gibt noch viele Ideen. Die habe ich aber mir nicht ausgedacht, sondern eher unsere Kunden. Wir sind in sehr direktem Kontakt mit Kunden, die natürlich in ihrem Alltag verschiedene neue Anforderungen haben. Du hattest schon Mischanlagen erwähnt mit Ladeinfrastruktur. Da haben wir Pilotprojekte, wo wir halt auch Ladeinfrastruktur, ganze Ladeparks sozusagen mit dem Netzbetreiber verbinden über diese Kundenübergabestationen, Speicher sind ein Thema, kaskadierte EZA-Strukturen usw. Also dass man übergeordnete Regler haben muss und so, da haben wir viel vor und auch natürlich viel in der Pipeline, wo wir dran arbeiten müssen. Da werden wir uns sukzessive mit beschäftigen. Ja, okay, vielen Dank. Ich denke, wir sind jetzt hier am Ende angelangt. Nicht von der Software, sondern nur von unserer Veranstaltung heute. Ich möchte mich erstmal recht herzlich bei dir für die Eindrücke bedanken. Ich habe jetzt viel besser verstanden, was eine Kundenübergabestation ist. Habe gesehen, wie einfach das Ganze zu konfigurieren ist, welche Szenarien es bei WAGO gibt und wie man das mit dieser WAGO Lösung umsetzen kann. Vielen Dank erst mal dafür. Liebe Zuschauer, wenn Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne. Sie können auf uns zukommen. Wir unterhalten uns gerne mit Ihnen darüber und nehmen auch Ihre Anforderungen auf. An dieser Stelle wünsche ich Ihnen einen schönen Tag.