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MM-379803 Smart_Building_Smart_Energy_DE_1_V2.mp4
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Smart Energy, Smart Grid, Smart Building. Wenn es darum geht, die technische und technologische Umsetzung der Energiewende zu beschreiben, dann ist der Begriff Smart nicht weit. Das gilt insbesondere auch für Gebäude. Sie spielen schließlich eine wesentliche Rolle, um die Energiewende nachhaltig zu gestalten. Doch ist Smart Building wirklich mehr als eine Wortspielerei? Wie wird in der intelligent vernetzten Gebäudetechnik komplex zu komfortabel? Und wie sieht der Zusammenschluss von smarten Gebäuden und smarten Energienetze aus? Diesen Fragen werde ich in der heutigen Folge des WAGO Energy Tech Talks mit meinem Gast Daniel Wehmeier auf den Grund gehen. Als Leiter des Industry Managements Building Technologies bei WAGO beschäftigt er sich mit allen Themen rund um die Gebäudetechnik. Er sagt: Die Komplexität in Gebäuden nimmt so rasant zu, dass eine sehr komplexe Situation entsteht, die nur mit effizientem Engineering einfach gelöst werden kann. Herzlich willkommen, Daniel. Ich freue mich, dass du hier bist und uns Rede und Antwort stehst. Ja, Heiko, vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich auch, dass ich heute hier sein darf. Hört sich gut an, wir fangen gleich an! Wir haben eben schon gesagt das Thema smart, smart, smarter am smartesten. Sag mir doch einfach mal was versteht man denn unter dem Begriff "Smart Building"? oder vielleicht noch einfacher Wie würdest du den Begriff "Smart" beschreiben? Für diese Frage möchte ich mich noch mal ganz explizit bei dir bedanken. Das ist die Frage, die mir glaube ich am häufigsten gestellt wird und ich habe mir schon fast gedacht, dass du heute auch damit kommst. Ich habe einen Zettel dafür mitgenommen, um ehrlich zu sein, weil ich das immer wieder nachlesen muss. Und das ist übrigens die Frage, die ich immer zurückstelle, wenn mich jemand fragt: Was ist denn smart? Dann frage ich, ja was interpretierst du denn unter dem Wort smart? Also wenn man das nachguckt - Ich hatte neulich einen Podcast und da konnte ich dann googeln, während wir da sprachen. und das habe ich gemacht, ich habe es mir noch mal aufgeschrieben. Also wenn man das bei Wikipedia oder bei Google eingibt, dann steht da interaktiv und autonom. Also das ist das, was so unter Smart steht. Jetzt ist das jetzt die Frage, was bedeutet das denn jetzt? Wenn also ein Building smart ist, also ein smart Building, was soll es dann wirklich bedeuten? Und ich glaube, wenn man diese Bedeutung des Wortes smart nimmt und dann mit Building vermischt, ist es wirklich und da kommen wir dann relativ wirklich in die Anwendung im Gebäude. Das ist die Frage, ob uns das Gebäude eigentlich hilft, also uns als Nutzern, dir als Nutzer. Hast du mehr Aufwand damit, das Gebäude zu bedienen oder kümmert sich das Gebäude um dich? Und das ist genau die Frage, die wir uns stellen müssen. Das geht, glaube ich, einmal in Bezug auf den Nutzer, also wir alle, die uns zu Gebäuden bewegen. Andererseits aber auch bezieht sich das, glaube ich, auch auf all die Menschen, die so ein Gebäude engineeren, also in Betrieb nehmen, bauen müssen. Haben wir mehr Aufwand damit, überhaupt das zum Leben zu erwecken? Oder kümmert sich das Ganze auch um uns? Hört sich leicht an, ist aber glaube ich ein ziemlich komplexes Thema. Ich finde ja, dass es in vielen Faktoren komfortabel klingt. Also das Gebäude kümmert sich um mich, aber ich denke, es ist eher komplex. Und das ist, glaube ich, dieser Zwiespalt, der dabei noch mal dabei ist. Für mich ist das ein Widerspruch in sich. Ich weiß nicht, wie du das siehst. Ja, das ist ein Widerspruch in sich. Das haben wir, erleben wir heute aber häufiger in verschiedensten Elementen unseres Lebens. Und das ist genau die Frage, wie erreiche ich eine Einfachheit, eine Komfortabilität obwohl es technologisch komplexer wird. Wir können eine große Diskussion aufmachen, ob wir enttechnisieren müssen. Müssen Gebäude weniger technisiert sein? Das ist ein Feld, was man jetzt aufmachen könnte als riesige Diskussion. Ich glaube nicht das es der Weg zum Ziel ist, weil wir einfach unglaublich große Herausforderungen in Bezug auf Energieeffizienz, aber auch in Bezug auf Komfort, Erwartungen des Nutzers, die wir mittlerweile haben, erfüllen müssen. Und dann wird es schnell komplex. Ich glaube, wir sollten das mal ein bisschen aufmachen das Thema und mal sagen, Was sind denn jetzt die einzelnen Bestandteile in einem Smart Building? Was wären denn da die typischen Dinge? Na ja, also wenn. Wenn ich, wenn ich das Thema jetzt aufmache und sage, was sind die Bestandteile an dem Smart Building, dann wird es auch wieder sehr, sehr vielschichtig, weil wir unglaublich viele Gewerke haben, wir haben unglaublich viel Technik, wir können es aber vor allem, glaube ich, in die Bereiche teilen, in das, was der Nutzer wirklich erlebt und sieht, also das Frontend würde man vielleicht sagen, ich komme in einen Raum, das allseits beliebte Hotelzimmer mit der Regelung, die ich in den zwei Nächten, wo ich da bin, auf jeden Fall nicht verstehe. Beleuchtung, Beschattung, Klimaanlage. Genau, all diese Themen habe ich und ich habe ganz viel noch, was im Hintergrund passiert. Also wie erzeuge ich überhaupt die Energie in dem Gebäude? Habe ich Wärmepumpen, hole ich es aus der Erde, aus der Luft? Habe ich vielleicht Gas- oder Klimaanlagen? Also all diese Dinge haben wir, wir haben Aufzugssteuerung. Es ist unglaublich viel, was in so einem Gebäude verbaut ist. Das sind jetzt für mich eigentlich ziemlich große Herausforderungen die da anstehende um das auch wieder einfacher zu machen. Es geht immer darum, diese komplexen Dinge, wie du sie angesprochen hast, zu vereinfachen. Das haben wir gerade genannt. Wir haben jetzt Beleuchtung, Beschattung, Aufzüge, vielleicht mit der Energieerzeugung, das ist ja eher so mein Thema, wo ich herkomme, dass wir auch diese Vernetzung zwischen Smart Grid oder Smart Energy und Smart Building hinbekommen. Vielleicht nehmen wir uns das jetzt noch mal ein Stück weit vor, um diese Schnittstellen vielleicht auch noch mal zu beleuchten. Was sind so diese Dinge, die es dafür braucht, um smart zu werden? Na ja, also ich habe ja gesagt, smart wäre im Prinzip erst mal das Gebäude, was sich um den Nutzer kümmert. Das heißt, wir haben einerseits haben wir die Schnittstelle zum Gebäudenutzer, also wie wird die Schnittstelle und das sehen wir auch heute in unserem Leben überall wie wird die Schnittstelle zum Gebäudenutzer einfacher, dass das Eine und das Zweite ist das Engineering. Also wie wird die Schnittstelle zu dem einfacher, der das Gebäude baut, engineert. Unsere Antwort ist darauf, einfach - und die dahinter gelagerte Komplexität nimmt nicht ab - unsere Antwort ist ja darauf, dass wir beispielsweise schon sehr stark vorgefertigte Applikationslösungen anbieten, die diese Komplexität beinhalten. All diese Dinge, an die man denken muss, beinhalten aber demjenigen, der engineert, der es bedient, eine doch relativ einfache Oberfläche bieten in Form einer Weboberfläche, wo viele Entscheidungen schon getroffen sind, aber trotzdem nicht die Freiheit verloren geht. Ich glaube, das ist etwas, wie wir diese unglaublich große Komplexität angehen können und trotzdem noch den individuellen Charakter eines jeden Gebäudes beibehalten, weil ich glaube, das ist, das ist auch wichtig, auf der anderen Seite, aber die 80 %, die schon standardisiert sind, trotzdem schon erledigt haben. Klingt für mich nach dem Baukastensystem. Ja, es sind einzelne Baukästen. Ich nehme das Engineering, das dient dazu, diese einzelnen Bausteine zusammenzufügen zu einem kompletten Bild, was dann eine entsprechende Funktionalität ermöglicht. Okay, wie macht man denn so ein Engineering in dem Fall? Ist das jetzt wirklich nur für denjenigen der es baut, der das dann in Betrieb nimmt? Oder heißt es ein stückweit Engineering, auch Bedienung für den Benutzer? Nein, Also beim Engineering schauen wir auf den, der es baut und der es in Betrieb nimmt. Also das ist tatsächlich so und das ist sicherlich für den Nutzer noch mal eine ganz andere Schnittstelle. Für den, der es baut und in Betrieb nimmt, haben wir unsere Konfigurationsoberflächen die genau auf die Bedürfnisse abgestimmt sind. Was ich tatsächlich brauche in dem Moment, wo ich engineere. Der Nutzer auf der anderen Seite; das ist ja auch eine ganz spannende Frage, wenn wir über die Nutzerschnittstelle reden, Möchtest du zum Beispiel ein Mobiltelefon mit ins Gebäude nehmen? Willst du mit deinem Mobiltelefon das Gebäude bedienen? Ist es eine wirkliche Frage. Also wenn ich für mich bin, aber mein Mobiltelefon habe ich immer dabei. Aber ich möchte damit jetzt nicht unbedingt das Gebäude bedienen. Wahrscheinlich ist der Lichtschalter schneller. Also. Ja, Ja, genau und das ist genau die Frage: Wie erreiche ich den Nutzer? Und da gibt es unglaublich viele Ansätze. Es geht natürlich mit dem privaten Mobiltelefon, es gibt auch die Möglichkeit mit dem Lichtschalter oder ich habe etwas komplexere Bediengeräte. Vielleicht sehen wir in Zukunft auch in gewerblichen Gebäuden eher Dinge wie Alexa. Okay. Ich sage mal, das ist wieder ein interessantes Feld, weil wenn wir uns die heutige Anwendung angucken, zwischen den gewerblichen Gebäuden und dem, was zu Hause passiert, dann sehen wir heute schon eine Vielzahl der Fälle. Sprachsteuerung im Home Automation, also im Smarthome Bereich, sind das auf alle Fälle schon Gang und Gebe Genau. Wir unterteilen aber durchaus zwischen Smart Home und Building noch mal, aber die Frage ist wirklich, was dieser Markt des intelligenten Zuhauses, dieses Smart Homes, für Auswirkungen haben wird auf das, was wir heute im nicht Wohngebäude machen. Und wir sehen es schon, dass dieser Smart Home Bereich quasi ein Innovationsfeld ist, wo Dinge ausprobiert werden. Innovationstreiber, kann man das auch so sagen. Und wenn Sie ein gewisse Reife erreichen, die wir auch im gewerblichen Gebäude dann verwenden können aufgrund von Qualität und Lebensdauer etc. dass sie dann dahin überschwappen, also ich sage mal, wir sind in einer sehr, sehr spannenden Zeit, wo vieles auch noch ausprobiert wird. Das ist für mich jetzt so ein bisschen so ein Zukunftgedanke den wir da schon heute haben. Kommen wir noch mal zurück auf den Baukasten. Also wenn ich jetzt alles diese einzelnen Teile zusammenbringe, wie sieht so ein effizientes Engineering denn eigentlich aus? Ist das jetzt nur eine Softwareoberfläche? Muss ich hardwaretechnisch dazu noch was machen? Wie sieht die Hardware da überhaupt aus? Ja, das ist das sind jetzt ganz viele Fragen auf einmal. Oder an der Stelle frage ich mal: Ist es eine Software? Ja, natürlich. Ein wesentlicher Bestandteil von dem, was wir heute im Gebäude machen, ist Software. Und es ist es ist einmal die individuelle Applikation jeder einzelnen Anlage, aber eine riesengroße Herausforderung, die wir im Gebäude haben, ist das Ausrollen über unzählige Anlagen, über viele Anlagen. Denn im Gebäude ist die klassische Anwendung, viele Räume, viele Anlagen, viel verteilt. Das heißt, eine der großen Herausforderungen, die wir im Gebäude haben, ist, wie manage ich einen Großteil an Controllern, eine Großzahl an anderen Teilnehmern, die auch geupdatet werden müssen, engineert werden müssen, wo die Kommunikation eingestellt werden muss. Und das ist etwas, was wir ganz klar adressieren. Auch zum Beispiel mit einer Software für uns, die Solution Builder heißt, wo wir gesamte Gebäudekomplexe effizient engineeren können, auch mit den Teilapplikationen auch über den Lebenszyklus immer wieder bedienen können, weil das ist der nächste Punkt, Gebäude hört nie auf und es geht weiter, auch in der Anwendung. Wir müssen jährlich schauen, dass wir das warten, dass wir servicieren, dass wir Updates machen. Da habt ihr im Energiebereich sicherlich genau die gleichen Themen, auch in Bezug auf IT-Sicherheit etc. Alles, was wir da haben, brauchen wir einen aktuellen Stand. Das heißt, es hört nicht auf und dafür haben wir ein zusammenhängendes Software Framework geschaffen, was diesen Lebenszyklus auch begleitet. Das Thema ist spannend, die Zeit rennt. Und uns bleibt an dieser Stelle nichts anderes übrig, als hier ein Cut zu machen und den WAGO Energie Tech Talk in zwei Teile zu teilen. Wir sehen und hören uns im zweiten Teil zum Thema Smart Building, wenn Sie mögen.