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MM-379805 MID-Zähler_DE_V3.mp4
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Transparenz ist das Schlüsselwort für die Integration erneuerbarer Energieerzeuger und flexibler Verbraucher in unserer Stromerzeugung. Sowohl mit Hinblick auf die dauerhafte Stabilität der Netze als auch hinsichtlich der effizienten Nutzung und Verteilung der Energie beim Verbraucher. Energiemessung gilt daher als Schlüsseltechnologie und Grund genug, dass wir das Thema Energiemessung in den Fokus unserer heutigen Folge des WAGO Energy Tech Talks legen. Was ist bei der Energiemessung bzw. beim Energiezählen aus welchen Gründen zu beachten? Stichwort Abrechnungs- relevanz und Eichrechtskonformität. Welche Einsatzgebiete sind prädestiniert, insbesondere in Hinblick auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität und der Fertigungsindustrie? Und was ist dabei technisch und technologisch zu beachten? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, begrüße ich heute meinen Gastexperten Holger Urban. Er ist Leiter des Produktmanagements der Business Unit Interface Elektronic bei WAGO und sagt: "Wir werden Energieflüsse in naher Zukunft praktisch immer und überall differenziert erfassen müssen." Deswegen entwickelt er mit seinen Kollegen ein breites Produktportfolio der Feldebene weiter. Das heißt neben den Netzteilen, Relais und Optokopplern auch jegliche Sensorik und alles was mit Messen zu tun hat. Holger, schön, dass du heute meiner Einladung gefolgt bist. Herzlich willkommen! Ja, danke Heiko, freut mich wirklich sehr, heute unser Portfolio hier mal etwas darlegen zu können. Und technisch auf die einen oder anderen Dinge eingehen zu können. Freue mich auf die Fragen muss ich sagen. Fragen. Gutes Stichwort. Ich fange auch gleich an mit der ersten Frage. Wir haben im Vorgespräch haben wir uns ja schon so ein Stück weit unterhalten und da war es so, dass du gesagt hast, dass das Thema Energiezählen da sein seit geraumer Zeit gigantisch gewachsen ist, dass die Nachfrage dazu gewachsen ist. Was sind denn in deiner in deinen Augen die Gründe dafür? Also du hast es ja eingangs auch schon gesagt, i m Endeffekt geht es um Nachhaltigkeit und Effizienz in den Systemen. Und um dieses Potenzial irgendwo freizulegen, müssen wir halt wirklich auch wissen, wo wir die Energie verbrauchen. Daher muss man die Energie messen, Energieflüsse in allen möglichen Richtungen. Mit der Energiewende und der Wärmewende wird das immer mehr werden und EV-charging ist auch ein Punkt, der die Energiewende zum Beispiel befeuert. Wir müssen einfach wissen, wie viel wir verbrauchen, damit wir wirklich auch effizient die Energie nutzen können am Ende. Nun gibt es in der Branche gerade mal so ein Buzzword, was im Moment auftritt, das Thema MID-Zähler. Was ist denn ein MID-Zähler im klassischen Sinne? Also ein MID-Zähler, ist eigentlich eine Spezialart, von einem Zähler. Sagen wir mal, es gibt Energiezähler, die nicht MID-zugelassen sind. MID bedeutet Mesaurement Instrument Directive, also eine EU-weite Direktive, die vorgibt, wie man Sachen misst. Also das umfasst alles mögliche, kann auch zum Beispiel der Eichstrich auf dem Getränkeglas unterliegt auch der MID und der Zähler an sich gibt halt vor wie Energie gemessen wird und am Ende kann man das dann abrechnungsrelevant benutzen. Das heißt man kann damit Rechnungen stellen mit der Energie, die man verbraucht hat. Nun fällt mir da in diesem Zusammenhang ein, wenn man es so genau wissen muss, also abrechnungtechnisch das eine, oder ich sage mal in dem Bereich Elektromobilität. Ich hatte es in meiner Anmoderation gesagt in welchen Situationen ist denn da eigentlich so ein MID- Zähler vorgeschrieben oder wichtig? Also ein MID-Zähler kann die Grundlage sein, um die sogenannte Eichrechtskonformität zu erlangen. Ein Zähler gibt halt wirklich die Daten nach der Richtlinie weiter oder misst nach der Richtlinie nach der MID-Richtlinie und im Kontext EV-charging kann man daraus dann zusammen mit dem Charge Controller zum Beispiel, der die Leistung regelt, die ins Auto geht und dem Ganzen einen Zeitstempel aufdrückt, dann nachhalten, wie viel Energie eigentlich in ein Auto geflossen ist bei einem Ladevorgang im öffentlichen Netz. Das heißt also, dass ich so einen Zähler in jeder Ladesäule im öffentlichen Netz haben muss? Man muss es nicht zwingend haben, aber es ist einfacher für den Kunden am Ende, wenn man einen MID-Zähler hat. Man kann die gesamte Ladesäule auch zulassen, an sich eichrechtskonform. Das geht bei unterschiedlichen Instituten und dann bräuchte man quasi keinen Zähler, wenn die Gesamtanlage zugelassen ist. Aber die Zulassung ist halt sehr aufwendig und man muss dann vor Ort eichen. Das heißt also, der Aufwand vor Ort ist sehr viel höher, als wenn man jetzt immer die Zähler einbaut und den dann benutzt. Nun ist das das eine Feld, was wir da haben. Du sagst aber auch, dass man halt an anderen Stellen auch immer die Energie messen muss. Ich habe sie jetzt mal eher so im Hinblick auf die auf die industrielle Fertigung, also auf Produktionsanlagen, wo würde das denn jetzt konkret zum Einsatz kommen? Also die generelle Applikation von den Zählern, die wir haben, ist halt wirklich Sub Metering, wie du sagst. Das heißt also, man kann. irgendwelche Verbräuche, egal wo damit abgrenzen. Wenn man jetzt zum Beispiel in der Industrie davon ausgeht, dass man ein Contract Manufacturer ist, also für jemanden anders Güter herstellt in irgendeiner Art, könnte man zum Beispiel die Energie, die für dieses Gut explizit gebraucht wurde, abgrenzen von dem Rest und dem Kunden in Rechnung stellen oder halt auch in seinen eigenen Anlagen teilweise erfahren, wie viel Energie welche Anlage verbraucht. Ist es denn so für ein klassisches Energiemanagement, also ich sag mal vielleicht Spitzenlast reduzieren, ist es dafür auch geeignet? Klar, man kann damit Energie messen, man erfährt dann, wann seine Energie- spitzen sind und man könnte dann den Prozess so auslegen, dass man diese Energiespitze vielleicht nicht mehr hat und den Anschluss dann dementsprechend geringer Auslegen, der Maschine. Nun sind wir hier beim WAGO Energy Tech Talk, wir wollen natürlich über das Thema Technik auch noch mal explizit sprechen. Ich sehe, du hast so ein Gerät mitgebracht, um das vielleicht das ein oder andere noch mal mit zu zeigen. Was sind jetzt die wichtigen Dinge? Was man bei der Inbetriebnahme beachten muss, ist das eine und was kann man anschließen und wie kriegt man die Daten raus? Vielleicht kannst du das ein oder andere dazu sagen. Also ganz generell ist es natürlich sehr einfache WAGO Anschlusstechnik bei diesem Zähler, sieht man sofort mit dem Hebel. Mit der Hebelklemme kommt man also wirklich relativ schnell zum Zug. Hier habe ich jetzt mal einen Direktzähler mitgebracht. Direktzähler heißt also, dass die Strom- messung im Gerät stattfindet, dass man keine zusätzlichen Also die Stromwandler sind schon eingebaut. Genau, die sind hier drin und man misst den Strom wirklich intern. Das heißt hier unten haben wir relativ große Klemmen, in dem Fall, die dann mit 16 mm² angeschlossen werden können und bis zu 63 oder 64 Ampere messen können. Das ist die eine Seite und auf der anderen Seite haben wir Kommunikationsschnittstellen. Welche wären das? Es ist zum Beispiel eine S0-Impuls- Schnittstelle drauf, die man je nachdem wie viel Strom oder Kilowattstunden man verbraucht hat, jeweils dann einen Impuls gibt. Es gibt eine M-Bus-Schnittstelle, also den Metering Bus, der halt wirklich in dem Metering-Kontext sehr bekannt ist. Dann gibt es noch Modbus RTU etc. also eine ganz normale serielle Schnittstelle und man kann auch per Bluetooth auf den Zähler zugreifen und Daten auslesen. Oder ganz einfach mit einer App die Werte auslesen. Es gibt eine extra App von uns von WAGO, mit der man halt dann den QR Code dadrauf scannt, da kann man sich mit dem Handy oder mit dem iPad verlinken und dann die Daten aus dem Zähler auslesen. Okay, was zeigt mir jetzt das Display an? Das Display ist unterteilt, also im oberen Teil gibt es die die MID-relevanten Daten und im unteren Teil kann man jetzt zum Beispiel die Spannungs und Ströme von den einzelnen Phasen anzeigen auslesen. Okay, wenn ich jetzt da nochmal drauf schaue, da steht irgendwas mit M 21, was ist das, das Herstellungs Jahr oder was muss man da mit machen. Ja, es hat im entfernten Sinne was mit dem Herstellungsjahr zu tun, weil dieser Stempel vorne drauf gibt an, wann wurde dieses Teil eigentlich geeicht bzw. wann wurde es produziert und wann müsste man es dann nacheichen? Bei den elektronischen Zählern muss man zum Beispiel acht Jahre nach diesem M 21, also 21 ist das Herstellungsjahr, muss man acht Jahre danach den Zähler wieder neu eichen, damit der weiterhin abrechnungsrelevant genutzt werden kann. Das ist jetzt nicht die Lebensdauer, des Zählers. Nein, überhaupt nicht, der Zähler wird sehr viel länger halten. Man kann die nacheichen. Man kann in ungeeicht benutzen. Oder man kann ihn austauschen. Genau oder austauschen. Ja, also quasi so ein Abo- Modell für für Energiezähler. Genau. Ich denke auch, dass die Geräte- Laufzeiten oder Lebenszyklen sind ja auch ähnlich, also 8 bis 15 aber gut, das kennt man ja auch von seinen Energiezählern in seinem eigenen Zuhause auch aus. Dort wird auch, dort werden die Zäler dann immer mal wieder ausgetauscht. Ja, recht vielen Dank erst mal dafür. Ich würde ganz gerne die Dinge noch mal zusammenfassen. Das Thema Energiemessen gewinnt weiter an Bedeutung und das sowohl in dem Bereich der der Fertigungs- und Produktionsindustrie, dass man weiß, für was wird denn die Energie entsprechend verbraucht? Dann das Thema Elektromobilität, was uns derzeit alle umtreibt. Auch da ist es wichtig, dass wir abrechnungrelevante Daten zur Verfügung haebn, dass ist das eine und dass man halt, ich sage mal ich eichrechtskonforme Informationen für die Energie- verbräuche zur Verfügung stellt. Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt, um das Ganze noch weiter voranzubringen und ich sage mal im Gesamtkontext der Energiewende nach vorne zu pushen. Das Thema Anschlusstechnik habe ich noch mal mit mit beleuchtet. Wie kann das ganze in Betrieb genommen werden? Auch da ist es relativ einfach. Das man eben eine Direktmessung hat oder es gibt halt andere Geräte, wo man externe Sensorik dazu noch anschließen kann. Wir haben eine Kommunikation über S0- Schnittstelle, über M-Bus und über Modbus RTU. Ich glaube, damit sind die die wichtigsten Sachen erst mal abgedeckt und sodass man ich sage mal so ein Gerät wirklich schnell und einfach in Betrieb nehmen kann. Holger, wie es immer so ist bei uns in diesem Energy Tech Talk, wir schaffen es natürlich nicht, alle Informationen hier mit zusammenzubringen. Deswegen haben wir weitere Informationen dazu in der Textbox des Videos verlinkt, sodass man das sich auch noch mal näher anschauen kann. Ich bedanke mich erst mal für Dein Kommen, dass du uns hier diese Informationen zu dem Thema mit MID-Zähler und Energiezählen im gesamten Kontext nochmal nähergebracht hast und bedanke mich nochmal, dass du hier warst. Vielen Dank! Ja, vielen Dank auch von meiner Seite. Danke Heiko.