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MM-379800 Anschlusstechnik_für_die_Energiebranche_DE_V3.mp4
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Cloud, drahtlose Kommunikation, wenn es um die Energiewende geht, dann geht es selten darum, dass es sich auch um physische elektrische Verbindungen handelt, die es braucht, damit der Strom so selbstverständlich fließt wie immer. Genau deshalb geht es in der heutigen Folge des WAGO Energy Tech Talks um die häufig unterschätzte Anschlusstechnik in der Energiebranche. Wo kommt sie her? Was für Voraussetzungen muss sie erfüllen? Und warum es wichtig ist, dass diese Verbindungen sicher und komfortabel sind und warum das Thema der Kommunikation vielleicht doch noch eine Rolle bei der Anschlusstechnik spielt. Um diese Fragen zu beantworten, spreche ich heute mit dem Experten für elektrische Anschlusstechnik in der Energiebranche aus unserem WAGO Industry Management Device Connection Technology, Matthias Giese. Herzlich willkommen, Matthias. Schön, dass du da bist und dir heute die Zeit nimmst, mit mir darüber zu sprechen. Ja, Danke Heiko, für die Einladung. Ich freue mich auch sehr. Schön. Dann würde ich sagen, wir starten gleich mit der ersten Frage Wo in der Energiebranche spielt denn die elektrische Verbindungtechnik eine wesentliche Rolle? Ja, natürlich muss der Strom irgendwo herkommen und irgendwo ankommen, nicht nur im Gebäude an der Steckdose, sondern vor allen Dingen dann auch in den klassischen Endgeräten, in der Energiebranche, wie Wechselrichtern, Batteriespeichern oder ganz allgemein gesagt in der Ladeinfrastruktur, also den Wallboxen. Ja, und das ist vor allen Dingen zentrales Thema. Wir sprechen hier ausschließlich über Leiterplattenklemmen oder Steckverbinder oder gibt es da noch mehr? Ja, sowohl als auch, so dass immer ein bisschen applikationsabhängig natürlich, was der Endkunde da an der Stelle bevorzugt und welchen Komfort seinen Endnutzern oder Elektrikern bieten möchte, um das Endgerät zu verdrahten. Aber sowohl als auch. Sowohl Leiterplattenklemmen als auch Steckverbinder sind da ein Thema. Was ist dabei aus den unterschiedlichsten Gründen zu beachten bei der Technik? Ja, zum einen müssen wir vielleicht in dem Gesamtkontext Energiewende, Klimakrise Ich weiß nicht, vielleicht hast du zu Hause auch gerade einen Wechselrichter installiert oder mal versucht einen zu bekommen. Ich warte noch drauf. Ja genau du wartest noch drauf. Da geht es mir ganz ähnlich wie dir, aber das nächste Problem geht dann los, wenn der Wechselrichter erst mal da ist, nämlich die nötigen Fachkräfte zu finden, die auch die Installation vornehmen. Und genau an dem Punkt setzt auch unsere Anschlusstechnik an, denn wir wollen die Anschlusstechnik so komfortabel wie möglich machen, so sicher wie möglich, sodass eben auch eine breite Masse an Leuten, die Endgeräte einfach, komfortabel und sicher im Feld verdrahten kann. Einfach und sicher im Feld verdrahten, das da gibt es ja unterschiedliche Möglichkeiten dafür. Also klassischerweise Schraubenzieher, die Schraubklemme ist das eine. Ich weiß ja, ich bin ja auch bei WAGO, wir sind ja der Erfinder der Federanschlusstechnik. Vielleicht kannst du dazu noch mal ein paar Ausführungen machen. Wir haben natürlich verschiedene Technologien unserer Feder- Anschlusstechnik. Angefangen von der klassischen Cage Clamp die vielleicht jeder kennt aus den letzten Jahrzehnten. Dann kam die Push-in Technologie, also mit dem Drücker irgendwie betätigen und die Klemmstelle öffnen, Leiter anschließen. Und seit einigen Jahren haben wir eben auch eine neue werkzeuglose Anschlusstechnik, die Hebel-Technologie bei uns im Portfolio, sowohl bei den Leiterplatten als auch bei den Steckverbindern. Ich habe auch mal ein Muster mitgebracht, einfach um das mal zu zeigen, wie das funktioniert. Also einfach den Hebel aufmachen, beliebige Leiter anschließen, Hebel wieder zu und eben einfach in der Hand im Feld verdrahtet, noch ans Endgerät anschließen und fertig. Wobei man kann, glaube ich auch einen eindrähtigen Leiter direkt stecken, auch bei der Hebelanschlusstechnik. Genau das soll auch der orangene Hebel symbolisieren, die wir sowohl bei unseren Klemmen als auch bei den Steckverbindungen integriert haben. Also Orange steht so in der Breite auch immer für eine Kombination aus Push-in-Technologie. Also auch hier können eindrähtige Leiter oder Leiter mit Aderendhülse direkt gesteckt werden, ohne den Hebel zu öffnen. Nun weiß ich ja, dass Wechselrichter an unterschiedlichsten Orten eingebaut werden. Das kann also durchaus unterm Dach sein, das kann im Keller irgendwo sein, das kann aber auch gerne in Freiflächen- Anlagen irgendwo draußen sein, in den unterschiedlichsten Regionen. Was gilt es denn dabei noch zu beachten? Ja, natürlich haben wir ganz unterschiedliche Umweltbedingungen, auch die da herrschen ganz unterschiedliche Temperaturwechselzyklen, die da anliegen bei Tag und Nacht in der Wüste, bei dir zu Hause im Keller haben wir vielleicht eine relativ konstante Temperatur draußen in der Freifläche da natürlich nicht. Und da spielt natürlich das Derating auch eine übergeordnete Rolle für unsere Klemmen. Also eben diese Temperaturschwankungen in Kombination mit der Strom- Tragfähigkeit möglichst gut auszubilden. Ja, und da haben wir zum Glück auch hier bei uns in Minden akkreditiert, das Prüflabor, auf das wir alle stolz sind, die eben genau solche Umweltbedingungen auch aus Kundensicht und Kundenbasis nachstellen. Vielleicht kannst du den Begriff Derating noch mal ganz kurz erklären, weil vielleicht doch nicht alle unsere Zuschauer den kennen. Ja, Derating ist relativ einfach: Ich habe natürlich in Abhängigkeit von der Temperatur einen unterschiedlichen, maximalen Nennstrom, der fließen kann. Je höher die Temperatur, umso kleiner der Strom, der da fließen kann. Und das ist dann von, ja von Steckverbinder, von von der Art, wie er gebaut ist, von von der Technik unterschiedlich. Das ist nicht von Klemme zu Klemme und Hersteller zu Hersteller gleich, sondern eben unterschiedlich und da haben wir festgestellt, dass wir eben eine sehr, sehr gute Performance haben und uns eben auch bei der Entwicklung der Klemmen und der Steckverbinder unter anderem darauf fokussiert haben, das perfekte Ergebnis zu erzielen. Wenn wir jetzt noch mal schauen auf die auf die reine PCB Anschlusstechnik, also direkt auf der Leiterplatte, jetzt nicht mit dem Steckverbinder. Wenn wir uns das anschauen und ich muss dort leider anschließen, dann habe ich ja teilweise unterschiedliche Spannungen. Also die DC und AC das sind ja zwei Dinge. Der DC-Bereich ist oftmals deutlich höher als der AC-Bereich. Was gilt es denn dabei zu beachten? Also es kommt natürlich immer darauf an, wie hoch sind die AC/DC Ströme, die angeschlossen werden sollen. Dafür bieten wir auch gerne ein komplettes Sammelsurium an Klemmen von 1,5, 2,5 über 16 Quadrat, die da zum Einsatz kommen können. Darüber hinaus sind unsere Klemmen alle modular aufgebaut, das heißt wir können wirklich die Anschlusstechnik ausrichten an die Anforderungen des Endkunden. Welches Raster braucht er? Welche, also welchen Leiterquerschnitt braucht er? Welche Ströme möchte er treiben, In welchen Umweltbedingungen? Also welches Derating wird benötigt? Und das haben wir in unserem Fertigungs- konzept sehr, sehr clever und sehr flexibel gelöst, um da wirklich die Kunden ja die benötigten Kundenanforderungen wirklich super abzubilden. Heißt das, dass wir spezielle Klemmen für Kunden auch machen, also individualisieren? Das ist natürlich möglich, völlig richtig. Das ist, sage ich mal, natürlich nie der Hauptfokus. Also, dass wir nur noch Kunden, individuelle Klemmen machen wollen. Aber wir haben uns eben extra von diesem Konzept, was dahintersteht, sowohl bei unseren Klemmen als auch bei den Steckverbindern so flexibel ausgelegt, dass wir im Endeffekt jede Klemme, jeden Stecker an die Kundenanforderungen adaptieren können. Und wenn die berühmte rote Schleife noch fehlt, ja, dann machen wir die auch noch dran. Oder wenn ein Rastermaß fehlt, dann kriegen wir das auch hin oder wenn einen Spacer fehlen sollte oder was auch immer. Farben zum Beispiel. Bedrucken ist ein großes Thema. Also da sind wir eigentlich frei in der Wahl, weil eben die Flexibilität einfach vorhanden ist. Ja kundenspezifisch ist immer so ein Wort, dass hören Kunden oftmals nicht gerne, weil die denken die ja, der Preis geht ins Exorbitante und das lasse ich mal lieber sein. Aber noch mal wir sind da sehr flexibel ausgelegt und das ist am Ende auch noch alles bezahlbar, weil schlussendlich muss die Technik und der Preis am Ende auch zusammenpassen, damit es für den Endkunden auch interessant bleibt. Und dann reden wir noch mal über ein ganz wichtiges Thema, dass ist der Platz. Also Platz auf der Leiterplatte ist meistens nicht genügend da, den begrenzt alleine schon natürlich der Strom und die Spannung, die noch mal begrenzt sind. Aber wenn ich jetzt nicht allzu viel Platz zur Verfügung habe, also ich muss die schon möglichst klein aufbauen. Was gilt es denn dabei vielleicht noch zu beachten? Ja, vor allen Dingen gilt es zu beachten bei unseren Klemmen, dass wir oftmals den nächst größeren Querschnitt zusätzlich anschließen können. Soll heißen, um dir mal ein Beispiel zu geben, wir haben zum Beispiel die erste und einzige Klemme im Markt, die im fünfer Raster auch einen 6mm² Leiter aufnehmen kann. Das ist dann so was wie eine Sicherheits- reserve, die wir einfach dem Endkunden spendieren. Aber er kann sie zusätzlich natürlich auch nutzen und 6 mm² Leiter anschließen. Und so zieht sich das eigentlich durch unser gesamtes Produktportfolio von der werkzeuglosen Technik, die wir ja vor vielen Jahren schon genau für solche Anwendungsfälle konzipiert und entwickelt haben. Jetzt möchte ich mal ein Stück weg von der reinen Leistungselektronik, hin zu dem Thema Kommunikation. Ein Wechselrichter kommt selten allein. Oftmals werden jetzt auch Wechselrichter mit Energiespeichern zusammen verbunden. Ich habe noch eine Kommunikation, da kommt der Name schon wieder, die ich vielleicht zu Energie- messsystemen haben muss. Wie kann sowas denn auf der Leiterplatte realisiert werden? Genau. Also das ist bei den vor allen Dingen bei dem Wechselrichter heute ja nicht nur mehr der reine klassische AC und DC-Anschluss, sondern auch die Kommunikation spielt immer mehr eine übergeordnete Rolle. Also der Wechselrichter kommuniziert zum einen vielleicht mit dem Energiespeicher entweder intern im Wechselrichter selber oder extern mit der Wallbox. Irgendwie möchte das Auto auch geladen werden, vielleicht sogar auch mit der Wärmepumpe. Also es kommen immer mehr externe Geräte dazu, mit denen der Wechselrichter kommuniziert. Und auch da haben wir eine große Bandbreite an Leiterplattenklemmen als auch Steckverbinder und wirklich viele Anschlusspunkte auch auf möglichst kleinem Raum zu realisieren. Angefangen ab 0515 mm² über 2,5 über 4 mm² wie gesagt bis hin zu 16 Quadrat, die ich dann aber mehr in dem ACDC Einflussbereich sehe. Was sind denn dann die maximalen Ströme, die ich immer über so eine PCB Klemme fahren kann? Also wir sind im Leistungsbereich jetzt, klar. Ja, das hängt vor allen Dingen eigentlich witzigerweise mehr vom Leiter selber ab, in vielen Fällen als von einer Klemme, also 16 mm² Leiter, Bemessungsstrom von 72 A. und das kann denn auch die Klemme nur selber. Aber dadurch, dass wir ja oftmals den nächstgrößeren Leiter anschließen können, in dem Fall jetzt 25 mm² können wir auch bei vielen Klemmen eben mehr Strom treiben. War für mich nur mal wichtig, dass ich das noch mal realisieren kann Wie weit das durchaus nach oben geht. Wir sind ja durchaus im Bereich der Leistungselektronik. Also so über den Daumen gesagt jetzt für alle, die sich merken wollen, so grob bis 100 A können wir mit unserer Anschlusstechnik auf der Leiterplatte realisieren. Wunderbar! Ja, ich glaube, wir haben eine ganze Menge aufgezählt an der Stelle, Matthias. Ich würde die Dinge vielleicht mal ganz kurz zusammenfassen. Also wichtig ist, dass wir für den weltweiten Einsatz der Geräte, die wir in der Energiebranche haben, also speziell jetzt Wechselrichter, Energiespeicher, Wallboxen ist es halt wichtig, eine entsprechende Anschlusstechnik zu haben, die möglichst werkzeuglos ist mit einem Feederanschluss, Push-in-Technologie, Damit wir also nicht nur die Temperaturschwankungen an dieser Stelle, die Temperaturzyklen ausgleichen können, sondern auch Vibrationen, vielleicht noch mal das ein oder andere auffangen können. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir über kompakte Klemmen noch mal reden, dass wir also möglichst wenig Platz an dieser Stelle noch mal brauchen. und es natürlich auch Lösungen gibt, um Kommunikationssignale, in welcher Form auch immer, direkt auf die Leiterplatte zu bekommen und anzuschließen. Ich glaube, wenn diese Dinge alle da sind, dann haben wir eine gute Chance, dass die Energiewende an dieser Stelle ja gut vollzogen werden kann. Ich hätte es nicht besser sagen können, Heiko. Das freut mich. Dann bedanke ich mich erst mal bei Dir, dass du heute mit deiner fachlichen Expertise hier uns Rede und Antwort gestanden hast und uns ja im Rahmen des Energy Tech Talks auch noch mal einen Einblick gegeben hast in die ein oder andere Entwicklung, die wir bei WAGO in den nächsten Jahren noch mit vorhaben, wo wir uns mit den entwickeln wollen. Stichwort rote Schleife. Und ich bin jetzt auch schon gespannt, wie das dann im Portfolio bei uns aussieht. Ich glaube, dass wir gut gerüstet sind und die Energiewende damit aktiv unterstützen können. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle. Ja, danke auch Heiko war mir wirklich eine große Freude hier zu sein. Danke.