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MM-379803 Smart_Building_Smart_Energy_DE_2_V1.mp4
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Wir kommen zum zweiten Teil des WAGO Energy Tech Talks Smart Building. Wer den ersten Teil noch nicht gesehen hat, dem empfehle ich, diesen zum Einstieg noch mal anzuschauen. Und allen anderen wünsche ich viel Vergnügen mit dem zweiten Teil. Dann gucken wir mal auf die Hardware. Wie sieht denn die Hardware in dem Bereich aus? Hat jetzt jeder einzelne Baustein, also Beleuchtung, Beschattung, Heizung, Klima, Lüftung, Aufzüge usw. sind das alles separate Steuerungen oder habe ich jetzt eine große Steuerung, in der alles idealerweise ist? Es gibt natürlich die unterschiedlichen Ausprägungen. Idealerweise ist nicht alles separat, sondern das ist ja etwas, was wir schon seit 20 Jahren in der Automation versuchen integral zu denken, die Gewerke miteinander zu verbinden, Synergien zu haben. Das Schlimmste, was dir passieren kann, dass du kommst in besagtes Hotelzimmer. Und da hängt nicht nur eins von diesen Paneln, sondern drei, eins für die Jalousie, eins fürs Licht und eins für die Temperatur. Ein Horrorszenario. Ja, genau. Drei unterschiedliche Anbieter, drei unterschiedliche Panel und drei Geräte, die du nicht bedienen kannst. So, und das Licht bleibt an, obwohl die Jalousie hochgeht und es... Also idealerweise integrieren wir es, wir sehen aber tatsächlich auch Veränderungen in dem Bereich, wo Geräte, die wir im Feld haben, intelligenter werden, Teilaufgaben übernehmen und sich die Hardwarearchitektur auch ändert. Also es ist immer noch ein Ziel zu sagen, wir wollen die Gewerke miteinander verbinden, aber die Frage in Zukunft, auch wieder so ein Zukunftsszenario, ist, Wie wird das dann tatsächlich hardwaremäßig aussehen? Ich bin ja, wir sind hier im Energiesektor und deswegen frage ich auch noch mal ganz bewusst auf der technischen Seite, wenn ich so viele unterschiedliche Geräte/Devices mit dabei habe, weil die unterschiedliche Aufgaben übernehmen, die müssen doch irgendwie miteinander kommunizieren. Also dieses Thema der Kommunikation ist doch existenziell. Wie wird denn das jetzt in der Praxis gelöst? Gibt es da ein standardisiertes Protokoll oder gibt es verschiedene Protokolle, die man dann in irgendeiner Form übersetzen muss? Also wenn wir technisch jetzt noch eine ganze Ecke reingehen ins Gebäude, ist es so, also auch schon seit vielen Jahren haben wir uns im Gebäude auf den BACnet-Standard geeinigt. BACnet ist im Prinzip das Management- protokoll, mit dem wir zwischen Managementebene und verschiedenen Controllern kommunizieren. Da sind wir ziemlich einheitlich in der Gebäudeautomation. Das ist wirklich gut und das machen wir schon seit Jahren. Ich sage mal, da sind wir auch vielleicht anderen Branchen voraus. Wo es interessant wird, ist die Feldebene also in der Feldebene, da haben wir eine Vielzahl, da können die unterschiedlichsten funk- oder kabelgebundenen Protokolle, das geht alles. Das kannst du alles da einsetzen. Eine der Stärken, die wir haben, ist, dass wir eben diese Vielzahl, diesen bunten Blumenstrauß an Protokollen, die exakt nur für das Steuern von Rollladen sind, für Licht, dann haben wir ein Protokoll, was in der Heizungs- und Klimatechnik eingesetzt wird, dass wir das verbinden und auf das Level des BACnet normalisieren, damit wir da wirklich in einer Ebene sind. Und ich glaube, damit haben wir schon die Grundvoraussetzung geschaffen für alles das, was in Zukunft passiert. Das ist die Offenheit, die Voraussetzung, auch um in die Zukunft zu gehen. Ich verstehe es heraus, dass quasi irgendwo immer noch mal so ein Google- Übersetzer ist, der mir diese proprietären Protokolle für Beschattung, für Beleuchtung usw. dann übersetzt, ihn BACnet Ja, so ist das. So ist das heute und ich glaube, so wird es auch noch eine ganze Ecke sein. Und wir werden immer eine Vielfalt von Protokollen haben, weil sie an der einen oder andern Stelle in der Anwendung auch ihre Berechtigung haben. Und Vorteil wahrscheinlich. Ihre Vorteile da bieten. Ja genau. Aber wie sich der Blumenstrauß verändert in den nächsten Jahren, werden wir sehen. Aber so sieht heute die Technologie aus. Aber das Interessante ist, wenn wir in diesem in diesem Layer sind, wo wir BACnetsprechen, sind wir schon sehr normalisiert und haben eine sehr, sehr gute Möglichkeit, Daten weiterzugeben und weiter zu fahren. Wenn wir jetzt wieder auf das Thema "Smart" zurückkommen, gibt es ja nur einen so großen Begriff, der nennt sich Smart City. Und das ist ja für mich der Zusammenschluss von Smart Energy, Smart Grid und dem Smart Building. Von mir aus auch gerne Smart Home, also dass das alles dann entsprechend zusammenkommt, diese Interaktion. Wo findet denn jetzt eigentlich dieser Zusammenschluss statt zwischen dem Smart Building und dem Smart Energy - am Hausanschlusspunkt? Oder weiter davor? Weiter dahinter? Na ja, auch da wieder die Frage, wie sieht es denn in Zukunft aus und wie machen wir es bis heute? Also wenn wir sagen wie machen wir es bis heute ist das ganz klare Thema irgendwo am Hausanschlusspunkt. Also heute bin ich als Liegenschaftsbetreiber, da habe ich ein Interesse, möglichst meine Lastspitze nicht zu überschreiten, also möglichst gleichmäßig Energie abzunehmen. Das ist sowohl für euch gut im Netz, weil ich einen verlässlichen Verbrauch habe, auf der anderen Seite natürlich für mich als Liegenschaftsbetreiber gut, weil ich keine besonderen Gebühren zahlen, weil ich Lastpitzen überschreite etc. Also das ist das, wo wir heute drauf schauen. Kommunikation ist da noch nicht so viel, aber ich glaube, das ist genau die Stelle, wo sich jetzt die Kommunikation entwickelt. Wenn ich jetzt über die vielen, vielen Geräte rede, die ich in dem Gebäude schon habe, also viele Informationen, die in ein Datennormalisierungslayer weiter kommen, der BACnet heißt, den ich in Managementsysteme weitergebe, ich sage mal, dann habe ich einen großen Datenpool. Aber von diesem großen Datenpool gibt es eine Teilmenge an Daten, die für den Netzbetrieb interessant sein können. Und vielleicht wird die auch immer kleiner. Aber genau an der Schnittstelle sind wir eigentlich heute technologisch schon in der Lage, das weiterzugeben und damit das Smart Grid quasi bis ins Gebäude weiterzubilden. Und ich glaube, das ist genau die Schnittstelle, an der die Innovation in der nächsten Zeit passiert. Bevor ich auf das Thema Daten noch mal eingehe, mein Standpunkt dazu, was das Thema anbetrifft, ist das natürlich auch Gebäude Energieerzeuger sind. Und dass wir auch Speicher mitbetrachten die im Gebäude dann mit enthalten sind und dass wir dann dort genau diese Schnittstelle bilden müssen. Also das glaube ich, kann man immer weniger an diesen Stellen trennen und im industriellen Umfeld wird sowas als Microgrid bezeichnet und das ist für mich ist das Smart Building quasi das Ähnliche, nur vielleicht in einer anderen Form. Ja, genau und ich glaube, das wird jetzt, das wird immer wichtiger, weil in der Vergangenheit, wir haben ja schon seit Jahren das Thema, dass wir Energie erzeugen innerhalb von Liegenschaften mit Photovoltaik, mit Blockheizkraftwerken, mit all dem, was wir irgendwie in innerhalb so einer Liegenschaft haben, aber es wird jetzt immer häufiger der Fall sein, dass wir nicht nicht trotzdem neben dem Erzeugnis auf der Liegenschaft noch Energie aus dem Netz beziehen, sondern dass wir es umkehren. Prosumer, dass wir produzieren und plötzlich das Netz, die Liegenschaft nicht als großen, kleinen und mittleren Verbraucher wahrnimmt, sondern plötzlich noch als einen Teilnehmer, der tatsächlich aktiv mit einspeist. Und da sind wir genau an der Schnittstelle, die wir in Zukunft immer mehr definieren müssen und wo es dann richtig spannend wird. Du hattest es eben schon angesprochen, das Thema Daten. Also wenn wir, wenn so viele Geräte im Netz sind, Protokolle es werden Daten ja auch analysiert damit ich weiß, dass das die richtigen Aktionen, damit ich eben selbstständig wie smart im heißt selbstständig dann aktiv werde, also in gewisser Form autonom. Was macht man mit diesen Daten? Wo gehen die hin, wo werden die gespeichert? Das sind ja Unmengen an Informationen. Ja. Genau. Und genau das passiert damit. Genau das, was du dir vorstellst. Wir sammeln die Daten und wir archivieren die. Also archivieren, aber wichtige Dinge muss man dann raus selektieren und für die, für die das ist die richtige Aktion nutzen. Ja, genau. Und das ist da, wo wir hin müssen. Aber wenn ich die Realität, mir den Großteil ansehe... also du hast auch gefragt wie sieht es denn heute aus und wie sieht es in der Zukunft aus und wo stehen wir gerade? Also, dass wir gerade in einer Phase der Veränderung sind, ist allen klar, glaube ich. Die Realität sieht so aus, dass wir in vielen Fällen über unglaublich viele Daten verfügen, die wir eigentlich gar nicht nutzen, sondern wir sie wirklich abheften und ablegen, sage ich mal, auf digitale Art und Weise. Jetzt stehen uns mehrere Dinge im Weg. Entweder wir legen sie zum Beispiel so ab, dass ich gar nicht dran komme. Ich sage mal die klassische Managementstation die als Desktop-PC beim Hausmeister unterm Tisch steht. Das hört sich jetzt profan an, aber das ist in 80 % der Fälle so, also nicht connected und so weiter. Gibt wieder viele Bedenken und Gründe, die da rein diskutieren. Aber die Daten sind nicht zugänglich. Wo will ich sie denn auswerten? Das heißt, ich brauche eigentlich Analysefähigkeiten, die ich vielleicht eher in der Cloud habe, also mit großen Rechennkapazitäten usw. und das sieht glaube ich, das ist mehr die Zukunft, also wie optimiere ich - das ist auch wieder, also am Ende wird es schon fast wieder Maschinenbau. Wie optimiere ich die Funktion eines Heizkreises in einem Raum? In dem ich verstehe, dass genau dieser Kreis schlecht läuft, daraus eine Ableitung treffe und zurückwirke? Dafür muss ich aber nicht nur diesen einen Heizkreis, sondern möglichst alle beobachten. vergleichen mit einer Referenzimmobilie oder anderen und daraus meine Schlüsse ziehen und dann Veränderungen vornehmen, von denen ich weiß, dass sie uns helfen. Und da sind wir, glaube ich, genau in einem spannenden Feld, was in Zukunft immer größer werden wird. Man könnte das Predictive Maintenance oder Optimierung, Analytics nennen, es gibt ganz viele tolle Begriffe, aber da sind ganz, ganz reale Use Cases, hinter die wir im Gebäude tatsächlich haben und die für uns immer wichtiger werden, weil da kommt noch ein zweiter Grund hinzu, weil wir ganz einfach bauphysikalisch unsere Gebäude immer dichter bauen. Ja, wir wollen immer weniger Energie verbrauchen und immer effizienter werden. Genau, effizienter. Wir bauen andere Anlagen ein, die sensibler sind, früher hat man einen Heizkessel in den Keller gestellt und der war eigentlich 40 % überdimensioniert. Eins ist nie passiert, es war nie kalt. So, damit war der Kunde zufrieden. Damit hat man heutzutage natürlich ein riesen Kostenproblem. Genau deswegen dimensionieren wir Anlagen auf 95 %, die passen. Die sind schon ziemlich passend. Aber damit, wenn die passen, gibt es nicht so viel Reserve. Das heißt, ich muss auch sehr genau fahren. Das ganze Gebäude muss richtig funktionieren, ich muss das belüften. Also Anlagen werden da komplexer werden, sensibler, und dafür muss ich viel, viel mehr optimieren. Und das ist, glaube ich, ein Punkt, wo wir uns am Ende und da komme ich zu dieser beliebten Frage, brauche ich Cloudtechnologie? Also Technologie, keiner braucht eine Cloud. Aber die Rechenkapazität und die Analysefähigkeit, die da drin stecken, die werden wir brauchen, um diese Fälle zu erledigen und zu lösen. Die andere Alternative ist, ich nehme einen Schraubenzieher und laufe den ganzen Tag durch mein Gebäude und drehe die Heizthermostate runter. So, jetzt kommen wir zum nächsten gesellschaftlichen Problem ist der Fachkräftemangel. Wir drehen uns im Kreis. Ja, das werden wir werden die Menschen nicht haben, die das tun, einfach aufgrund der Anzahl. Also es ist ein super spannendes Feld. Ein spannendes Feld, wo wir uns alle noch weiter ordentlich betätigen können und wo wir da auch unsere Expertise entsprechend mit einbringen. Also wenn ich das jetzt mal zusammenfasse das Thema Smart Building ist also schon etwas, wo man sagen kann, man versucht also, möglichst viele Anforderungen in einen zusammenzubringen, um es dann zu vereinfachen. Ein wichtiger Punkt dafür, für das Vereinfachen ist das Thema Engineering. Also das ist ein wichtiger Faktor, sowohl in der in der Inbetriebnahme als auch natürlich dann im Betrieb, weniger jetzt für den, User, der dann das Ding bedienen muss oder das Smart Building bedienen muss. Dezentralität, weil ich eben schon für jedes seine einzelnen Bausteine habe, die es gilt, entsprechend zusammenzuführen, die aber ihren Vorteil haben, weil sie eben entsprechende technische Vorteile bieten, die also ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll an dieser Stelle nicht nicht aufbringen kann. Ansonsten haben wir noch ganz, ganz viel zu tun in diesem Bereich. Daniel, die Themen der Energiewende, so muss ich das sagen, aus technischer Sicht aufzugreifen, kurz und kompakt zu besprechen, das ist so die Aufgabe, die wir hier im Energy Tech Talk haben, aber wie sich auch wieder zeigt, wir kriegen das glaube ich gar nicht alles unter in den paar Minuten, die wir zur Verfügung haben. Und daher gilt wie bei den anderen Folgen auch, wir haben eine ganze Menge an zusätzlichen Informationen in der Infobox des Videos noch hinterlegt. Daher bedanke ich mich ganz herzlich bei Dir, dass Du uns diese Begrifflichkeiten ein Stück weit näher gebracht hast, auch wenn wir es nicht ganz aufklären konnten. Dafür ist es glaube ich dann doch zu komplex. Danke für deine fachliche Einschätzung zu diesen Themen, was Smart Building anbetrifft und ich freue mich drauf, dass wir gemeinsam Smart Grid, Smart Energy und Smart Building an diesen Themen auch für die Energiewende weiter mit arbeiten können. Herzlichen Dank! Ja, vielen Dank.