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20250703-WALM#4-Benutzerverwaltung-DE.mp4
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Hallo, in diesem WAGO-Tutorial zeigen wir, wie man im WAGO Load Management Benutzergruppen anlegt, priorisiert und den Gruppen Benutzer hinzufügt. Im Tutorial zu den Ladenpunkten, haben wir gezeigt, wie man Ladepunkte unterschiedlich priorisieren kann. Eine Priorisierung ist aber auch Nutzerabhängig möglich. Das Verhalten des WAGO Load Managements ist bei der Priorisierung von Benutzern und bei der Ladesäulen-Priorisierung gleich. Nur wird die bei der Benutzerverwaltung die Priorität nicht statisch an einen Ladepunkt gekoppelt, sondern an den Benutzer, unabhängig vom Ladepunkt. Wir beides parallel genutzt, hat die Priorität der Benutzer Vorrang vor der des Ladepunkts. Für die Benutzerverwaltung wird die RFID Identifikation genutzt, über die die meisten Ladepunkten bereits verfügen. Damit die RFID Nummer an das WAGO Load Management übermittelt werden kann, muss die Kommunikation zwischen Load Management und Ladesäulen über OCPP stattfindet. Die Übertragung der RFID Nummer über Modbus ist nicht möglich. Ist kein externes Backend angeschlossen und eine OCPP Verbindung konfiguriert, ist sogar die Einrichtung einer Benutzerverwaltung notwendig, da die Ladepunkte dann das WAGO Load Management als Backend wahrnehmen und dementsprechend eigenen Whitlists mit Nutzerdaten deaktivieren. Alle Freigaben müssen in dem Fall vom WAGO Load Management kommen und da dann auch entsprechend gepflegt werden. Das grundsätzliche Prinzip der Benutzerverwaltung ist recht einfach. Ein Nutzer meldet sich mit seinem persönlichen RFID Chip am Ladepunkt an, die RFID Nummer wird über OCPP an das Load Management übertragen. Im Load Management können wir die Nummer mit Klarnamen versehen und einer Benutzergruppe zuordnen. Um die verschiedenen Funktionsweisen zu zeigen, skizzieren wir folgendes Szenario: Wir haben hier einen kleinen Betrieb mit zwei Liegenschaften einmal den Produktionsstandort und einmal die Verwaltung. An beiden Standorten gibt es einen Lade Park. An der Produktion 3 Ladesäulen und an der Verwaltung 2. Wir öffnen die Benutzerverwaltung und legen mit dem Button oben rechts eine neue Benutzergruppe an. In dieser Benutzergruppe soll dann die beiden Servicefahrzeuge verwaltet werden. Da die Fahrzeuge jederzeit einsatzbereit sein müssen, vergeben wir mit drei die höchste Priorität. Wodurch sie zu allen anderen Fahrzeugen bevorzugt laden können. Ein Budget geben wir natürlich nicht vor. Und sie sollen auch an allen Ladesäulen laden können. Jetzt legen wir das erste Service Fahrzeug mit Benutzer hinzufügen an. Beide Fahrzeuge haben einen eigenen RFID Chip der immer im Fahrzeug verbleibt daher vergeben wir hier den Namen Car 1 und Service. Hier geben wir die RFID Nummer des Chips an und auch hier können wir eine Priorität angeben. Auch die Budget Begrenzung bleibt aus. Speichern und das erste Fahrzeug ist angelegt. Genauso legen wir auch das zweite Service Fahrzeug an. Die beiden Fahrzeuge werden uns in der Übersicht angezeigt und wir speichern die Ladegruppe. Jetzt legen wir eine Ladgruppe an, die eine mittlere Priorität bekommen soll. Dies könnten z.B. Fahrzeuge von Mitarbeitern aus dem Außendienst oder aus der Geschäftsführung sein, die öfter zu Kunden herausfahren und daher bevorzugt laden müssen, aber eben nicht die ganz hohe Einsatzbereitschaft wie die Servicefahrzeuge benötigen. Also neue Benutzergruppe hinzufügen, eine Bezeichnung vergeben, die Priorität setzten wir auf 2, ein Budget geben wir nicht vor und das Laden soll auch an allen Ladepunkten möglich sein. Jetzt legen wir zwei Nutzer, in diesem Fall mit Klarnamen, RFID Nummer und Priorität 2 an. Zudem kommt noch ein dritter Mitarbeiter, der aber in der Benutzergruppe eine höhere Priorität bekommt, da öfter und spontan das Fahrzeug benötigt. In der dritten Benutzergruppe, sind dann alle Mitarbeiter, die in der Regel ununterbrochen am Standort arbeiten und somit auch mit niedriger Priorität und damit verbunden längeren Ladezeiten zurechtkommen. Diese bekommen die Priorität 1 und eine Budgetvorgabe. Jedem Mitarbeiter stehen täglich, maximal 100kWh zur Verfügung, um ein Fahrzeug einmal am Tag vollständig zu laden, allerdings nur an den Ladesäulen an der Produktion. Und auch hier legen wir ein paar Benutzer an. In der letzten Gruppe sollen Besucher und Anwohner aufgenommen werden. Diese bekommen die niedrigste Priorität, wodurch das Laden nach Feierabend attraktiv wird. Die Ladesäulen an der Produktion sind hierfür vorgesehen und auch hier legen wir ein paar Benutzer - und die Besucher Karte an. Die Anwohner bekommen ein Budget von täglich 100kWh. Für Besucher gibt es eine RFID Karte, für die wir ein wöchentliches Budget von 2000kWh einrichten. Ist das Budget ausgereizt, kann es über diesen Button erneuert werden. Man kann also im WAGO Load Management schon allein mit einer geschickt angelegten Benutzerverwaltung eine optimierte Lastverteilung herstellen. Wichtig ist dabei, dass sich die Priorisierung im WAGO Load Management nicht ausschließlich an der Unternehmens Hierarchie orientiert, sondern an den benötigten Einsatzbereitschaften, also wie oft und wie schnell muss ein Fahrzeug geladen werden, um einen störungsfreien Betriebsablauf zu haben. Damit sind wir am Ende vom Tutorial wie man im WAGO Load Management Benutzergruppen und Benutzer anlegt. Hinterlasst uns gerne einen Daumen hoch, wenn euch das Video geholfen hat, abonniert den Kanal und meldet euch im WAGO Support Center wenn ihr noch Fragen habt.